die möglich wurden durch enge Zusammenarbeit mit seiner muslimischen Kollegin, Prof. Dr. Muna Tatari, Universität Paderborn. Anschließend besteht Gelegenheit zum Austausch.
Die Veranstaltung ist erwachsen aus dem Interreligiösen Dialogformat “Was glaubst du denn?”, das seit Herbst 2025 etwa alle 6 Wochen in Niederkassel stattfindet.
Eingeladen sind alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird um 20:50 für das kurze muslimische Abendgebet unterbrochen. Auch daran können Interessierte gerne teilnehmen.
Maria ist die einzige Frau, die im Koran mit Namen genannt wird. Nach Mose, Abraham und Noah ist Maria die am häufigsten namentlich erwähnte Person im Koran, d.h. sie wird häufiger genannt als Muhammad und Jesus. Eine ganze Sure trägt ihren Namen. Und die koranischen Schilderungen ihrer Figur sind durchgehend voller Anerkennung und Bewunderung. Auch die Geschichte des Islams ist voll von Beispielen der positiven Wahrnehmung Mariens. Und bis heute gibt es im Mittleren Osten eine gemeinsame Wertschätzung von Christen und Muslimen für diese Figur. Von daher sollte man denken, dass es sehr nahe liegt, Maria als Brückenfigur für das Gespräch von Muslimen und Christen stark zu machen.
Doch leider war die Figur Mariens auch immer wieder in Konflikte zwischen beiden Religionen verwickelt. Das wechselseitige Misstrauen und Unverständnis zwischen Christen und Muslimen wurde u.a. auch durch die Auseinandersetzung über Maria ausgetragen. So wurde sie sogar zur Protagonistin imperialer Politik und zu einer Art Kriegsgöttin. Würde man rein historisch auf die Marienverehrung schauen, könnte man genauso schöne Zeichen der Verbundenheit zwischen Muslimen und Christen finden wie auch Zeichen ihrer Entfremdung und Feindschaft. Man könnte Anrührendes und Faszinierendes genauso finden wie Skurriles und Abstoßendes.
Wir wollen uns an dem gemeinsamen Abend auf die historische Spurensuche machen und diesen beiden Strängen im Blick auf den Koran nachgehen. Dabei werden wir einige unerwartete Entdeckungen machen, die es uns erlauben, einen neuen Zugang zu Maria zu gewinnen und sie tatsächlich als verbindende Gestalt beider Religionen zu erkennen.
